Donnerstag, 21. Mai 2015

Gefühlchaos

Wieder einmal trifft es mich-
unvorbereitet diesmal...
"Ja, wen seh ich denn da?"
Eine Frage, ein schelmisches jugendliches Grinsen,
diese Augen,...

Alle Selbstsicherheit verflogen, Verlegenheit...
Boden, tu dich auf, und verschlucke mich!

Jedes Wort, jeder Satz, den ich mir für diese Fälle zurecht-
gelegt habe... vergessen, stattdessen komische, nichtssagende Antworten auf die Fragen von ihm...

Und das Karussell dreht sich wieder von vorne....

Sonntag, 17. Mai 2015

Erstkommunion

Endlich ist er da, der große Tag.
Die Vorbereitungen zogen sich über ein halbes Jahr. Lieder wurden einstudiert, Inhalte erklärt, Abläufe geprobt, Verwandte eingeladen, festliche Kleider angelegt.

Für die, die im Mittelpunkt stehen, soll es ein Fest sein. Sie sind aufgeregt, doch nervöser scheinen die Eltern, die durcheinander laufen und sich scheinbar auch während der Feier viel zu erzählen haben.

Das Wort des Pfarrers dringt leise, obwohl das Mikrofon auf volle Lautstärke gedreht, durch die plaudernde Menschenmenge, die Kinder vorne verstehen ihn, der Mitfeiernde hinten hört nur Getuschel und Getratsche - wie im Kaffeehaus.

Ein Junge im grauen Anzug formulierte treffend, was sich viele Erwachsene wahrscheinlich denken: Mama, mich interessiert das da drin nicht, ich möchte ins Wirtshaus!

Es ist zu wünschen und zu hoffen, dass die Kinder etwas mehr von diesem Tag mit in ihr Leben nehmen, als bloß ein Familienfest mit anschließendem Festessen und Geschenken.

Montag, 4. Mai 2015

Brücken bauen

Fröhliches Stimmengewirr dringt aus dem Hof durch mein Bürofenster.
Draußen - Kinder.
Beim genaueren Hinsehen: die Gruppe besteht aus zwei taubstummen Mädchen, drei Jungs mit dunkler Hautfarbe, einem sehr rundlichen Buben und einigen anderen.
Was sie spielen, kann ich nicht feststellen, nur dass es ihnen offensichtlich großen Spaß macht.
Das Schöne daran: Alle spielen gemeinsam, keine Ausgrenzung, Verständigung durch Gesten.

Was bei diesen Kindern so einfach scheint, ist für Erwachsene oft eine unüberwindbare Hürde!

Sonntag, 26. April 2015

Unerwartet

Kennt Ihr das:

Etwas ist zu erledigen, normalerweise gibt es Helfer, aber manchmal kommt etwas dazwischen, und man steht alleine vor einer großen Aufgabe.
Man werkelt halt dann alleine vor sich hin...

Und dann, plötzlich...
Hilfe von unerwarteter Seite. Ohne viel Aufhebens wird zusammengeholfen...

Schön!

Montag, 6. April 2015

Beichten II

Lange Zeit lastete eine große Schuld auf mir. Viel habe ich darüber nachgedacht, mögliche Lösungen immer wieder durchgespielt.Doch verändern konnte das Denken nichts. Was geschehen war, war geschehen und unveränderlich.
Teilweise wandelte ich mit meiner Schuld kurz vorm Abgrund, Psychologen konnten nicht helfen, Freunde auch nicht.

Mit der Beichte konnte ich dieses Thema abschließen. Es ist wie eine Wunde, die man lange Zeit nur verbindet, die aber nicht heilt, weil der Dorn noch tief drin steckt. Bei der Beichte wurde dieser Dorn entfernt, und ich merke, wie die Wunde heilt. Von Tag zu Tag...

Ich hatte Glück...

einen Gottesdienst mitfeiern zu dürfen, bei dem elf Erwachsene in die christliche Gemeinde aufgenommen wurden. Diese Menschen, die aus den unterschiedlichsten Kulturen kommen, trafen bewusst die Entscheidung, ein Leben im Glauben zu führen. Für sie ist es ein Geschenk, das sie dankbar annehmen.

Es war sehr berührend, zu sehen, wie vom Leben gezeichnete Männer beim Anblick des Taufbrunnens in Tränen ausbrechen, Frauen in afrikanischen Gewändern strahlend mit der Taufkerze in der Hand den Gang entlang schreiten.

Es stimmt schon nachdenklich, dass sich in unserem freien Land, viele Menschen bewusst gegen die Kirche entscheiden, sich vom Glauben verabschieden. In anderen Ländern nehmen Menschen Verfolgung und Bedrohung auf sich, um im Glauben leben zu können...

Samstag, 4. April 2015

Beichten

Gestern - Karfreitag - ein Tag um Buße zu tun, seine Schuld einzugestehen, zu beichten. Seit Ewigkeiten war ich nicht mehr bei der Beichte. Hatte mich darum lange und gründlich darauf vorbereitet. Mein Gewissen erforscht, meine Sünden analysiert und notiert. Einen kleinen Anflug von Angst unterdrückend, - was wird der Priester sagen, wird er mich auslachen...

Ich weiß nicht, ob es an der heutigen Zeit oder einfach am unkonventionellen Priester gelegen hat.
Aber die Beichte ist nicht mehr das, als das ich sie in Erinnerung habe. Formeln, auswendig gelernte Floskeln, (die ich mir mühsam wieder angelernt habe, weil vergessen), die Aufzählung der Sünden, das Gebet als Buße. Nein, sie war gänzlich anders....

Es war ein Gespräch - vielleicht das persönlichste, das ich seit sehr langer Zeit hatte. Ohne Floskeln, ohne Schwierigkeiten, das auszusprechen, was auf der Seele liegt. Ein Gespräch über Gott und die Welt, meine eigenen Welt... Auf einmal kamen Dinge zur Sprache, die ich so nicht auf meinem Spickzettel auswendig gelernt hatte, anderes schien plötzlich unwichtig. Es war, als blicke jemand tief in mich, als stünde die Zeit still...

Eine große Dankbarkeit trage ich nun in mir, ein Gefühl, als könnte ich die Welt umarmen, ich fühle Glück und einen unendlichen Frieden in mir.

Dienstag, 24. Februar 2015

Wieder mal...

ein Moment, der alle Vorsätze lächerlich erscheinen lässt
ein Augenblick, an dem die Welt still steht
ein Gespräch, dass lange in mir nachhallt
ein Treffen, bei dem Stunden zu Minuten werden...

Meine Gefühle waren geordnet,
jetzt ist Chaos pur in meinem Kopf.

Alles beginnt von vorne....

Wie gut kenne ich diese Situation,
wie oft habe ich sie erlebt?
Ich sollte ihr aus dem Weg gehen,
Distanz dazwischen legen.
Jedesmal... Tage, an denen ich mich quäle,
mir wünsche....
Was eigentlich?

Ich freue mich auf diesen nächsten Moment,
wenn es wieder mal heißt -

Alles beginnt von vorne...

Mittwoch, 18. Februar 2015

Gespräche...

manchmal oberflächlich
dann wieder sehr tiefgründig
Erlebnisse erzählen
Lachen, bis die Tränen kommen

Schweigen
als Überleitung zum nächsten Thema
oder einfach nur, um im Augenblick zu verharren

den Moment genießend, in dem man sich so nah ist
wünschend, dass er nie vergehe
hoffend, dass er bald wiederkehre

der Zauber, bei dem Worte die Seele berühren...

Brücken bauen

statt Mauern errichten

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