Der Tod

schlägt um sich und reißt die Menschen aus meinem Leben.
Es war damit zu rechnen - keiner lebt ewig... und trotzdem, ich bin unendlich traurig.

Sie waren alt und hatten ein gutes Leben...
Sie lebten bis zum Schluss in den eigenen 4 Wänden...
Sie liebte einander, jahrzehntelang...
Sie standen einander zur Seite...
Auch jetzt, im Tod.
Vor einer Woche der Großvater und vorgestern seine Frau...

Sie werden mir fehlen....
rosenherz - 3. Aug, 08:49

Der Tod reißt eine Lücke im familiären Kreis. Vor allem, wenn wir eine (gute) Beziehung zur betreffenden Person gehabt haben. Und wenn wir auch gedanklich damit rechnen, eines Tages werden unsere Großeltern oder unsere Eltern sterben, so schmerzt dieses konkrete Abschiednehmen doch.
So zeitnah, wie die beiden gestorben sind. Innerhalb von einem Monat. Was für ein Gefühl, welche Gedanken löst das bei dir aus?

Damals, als mein Vater bei einem Verkehrsufall tödlich verunglückt, starb drei Wochen später auch der Großvater.

Aus meiner Erfahrung, besonders nach dem Tod meiner Schwester (2014) kann ich sagen, Trauern braucht Zeit. Nicht umsonst gab es früher in der christlichen Tradition das Trauerjahr, in dem sich Hinterbliebene (ein wenig) zurückziehen konnten und in einer Art gesellschaftlicher "Schutzhülle" ihre Trauer leben konnten. Heutzutage meinen viele, man müsse bereits nach ein paar Tagen bereits wieder zum gewohnten Alltagsempfinden übergehen und jegliches Gefühl von Trauer, Verlust oder Schmerz "bewältigt" haben.

Nachdenkliche - 4. Aug, 05:18

"Opa Spitze" - ein Spitzname, den ihm mein Sohn gab, als er noch ganz klein war, und der ihm bis heute geblieben ist, war schon lange sehr dement. Körperlich agil, lebte er in seiner eigenen Welt und war damit zufrieden. "Oma Spitze" war immer an seiner Seite, vor einem Jahr hatte sie einen Schlaganfall, konnte nicht mehr sprechen und verbrachte die letzten Monate ihres Lebens vor allem im Bett.

Ich habe das Gefühl, dass sie gewartet hat, bis ihr Mann gestorben ist, und erst dann ihren Frieden gefunden hat.

Es macht mich traurig und glücklich zugleich, dass Beide bis zum Ende so leben konnten, wie sie es sich gewünscht haben - in den eigenen vier Wänden. So wie sie das Leben bewältigt haben, so stehen sie einander auch jetzt zur Seite....

Der Gedanke, einen so nahe stehenden Menschen - bei Dir Vater und Sohn, hier Ehemann und Ehefrau - zu verlieren, ist schwer verkraftbar... Du weißt hoffentlich, was ich sagen will, mir fehlen die Worte....
bonanzaMARGOT - 6. Aug, 09:49

mein beileid. der tod nahestehender menschen muss erstmal verdaut werden.

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