Die Schriften des Waldschulmeisters, Peter Rosegger

Peter Rosegger erzählt die Geschichte des Andreas Erdmann, der, von Krieg gezeichnet, dem Leben entflieht und in einem abgelegenes Tal in den Bergen lebt.

Der junge Andreas kann nur durch viel Glück die Schule besuchen, lehnt sich aber gegen das System auf und fällt auf Grund dessen durch die Prüfung. Er heuert bei Andreas Hofer an, zieht für ihn in den Krieg und wird dort gefangengenommen. Bei einer Schlacht tötet er seinen besten Freund Heinrich. Dies führt dazu, dass Erdmann sich von der Welt abwendet und in der Abgeschiedenheit in den abgeschiedenen Wäldern ein neues Leben beginnt.
Eigentlich als Lehrer eingestellt, soll er für den Grundherrn die Bevölkerung zivilisieren. Er gewinnt nach und nach das Vertrauen der Menschen, errichtet eine Kirche, später eine Schule und einen Friedhof. Erdmann ist ein angesehener Mann im Dorf. Die Jahre vergehen, und eine neue Generation wächst heran. Die Traditionen scheinen auf einmal nicht mehr wichtig, die Zeit verändert sich, die moderne Welt hält Einzug.
Erdmann selbst wird immer einsamer, seine Freunde sind alt geworden und sterben nacheinander. Trost findet er in seinen Bergwanderungen. Einmal möchte er das Meer sehen, so sein Wunsch. Dies wäre nur an kalten Wintertagen vom Grauen Zahn aus möglich. So steigt er am Christtag 1864 auf den Berg, erblickt am Horizont einen Streifen silbergrau glänzendes Meer. Daraufhin erblindet er und erfriert einsam.

Mit gefühlvollen Worten erzählt Peter Rosegger eine zum Teil autobiographische Geschichte. Sehr berührend dabei erscheinen mir die Stellen, in denen die Wichtigkeit einer Kirche im Dorf beschrieben wird. Der Glaube, wie es scheint, versammelt die Menschen und formt sie zu einer Gemeinschaft.

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