Die Ratte
Das Tier war noch sehr jung, das der Freund der Mutter in einem Käfig gefangen hatte. Er stand da, mitten am Küchentisch, als ich den Raum betrat.
Die junge Ratte hatte, mitsamt all ihren Verwandten, ein Loch gegraben in die Wohnung der Frau, als diese wegen einer Erkrankung mehrere Wochen nicht zu Hause war. Dann hatten sie sich gütlich getan an all den Leckereien, die so herumgestanden waren. An Toastbrot und Mehl, Zucker, Vorhängen, Toilettenpapier. Alles hatten sie angeknappert und die Wohnung innerhalb kurzer Zeit in ein Rattenparadies verwandelt. Dann kehrte die alte Frau zurück und mit ihr der Freund. Der Rattenplage wurde ein Ende gemacht, eine Falle aufgestellt. Die junge Ratte hatte sich darin verfangen.
Ratten sind schlaue Tiere und wenn sie in Bedrängnis geraten, opfert sich ein Tier um die Familie zu retten. Sicher war dieses Tier noch zu jung, um das Ausmaß zu überblicken, in das sie sich manövriert hatte. Und so harrte sie, angstvoll in die Ecke ihrer Falle gedrückt, der Dinge, mitten am Küchentisch.
Der Mann deutete mir, ich solle ihm folgen, hinaus in die Garage, wo er ihr ein Ende bereiten würde. Ich wäre ihm lieber nicht gefolgt. Ein Kübel voller Wasser. Die Falle hatte gerade Platz darin, und als er sie unterbittlich hineinstellt, und der Ratte das Wasser über dem Kopf zusammenschwabbte, drehte ich mich weg und schaute in den Garten des Nachbarn hinunter auf den See, ohne irgendetwas zu erkennen. Ich meinte ihre Schreie zu hören, die Unausweichlichkeit ihres Schicksals, das unerbittliche Grinsen des Freundes. Vielleicht gibt es einen Rattenhimmel. Sie war Opfer und ihre Unterdrückung war buchstäblich.
Hatte sie bis zum Schluss gekämpft - oder das unausweichliche Ende ruhig akzeptiert?
Die junge Ratte hatte, mitsamt all ihren Verwandten, ein Loch gegraben in die Wohnung der Frau, als diese wegen einer Erkrankung mehrere Wochen nicht zu Hause war. Dann hatten sie sich gütlich getan an all den Leckereien, die so herumgestanden waren. An Toastbrot und Mehl, Zucker, Vorhängen, Toilettenpapier. Alles hatten sie angeknappert und die Wohnung innerhalb kurzer Zeit in ein Rattenparadies verwandelt. Dann kehrte die alte Frau zurück und mit ihr der Freund. Der Rattenplage wurde ein Ende gemacht, eine Falle aufgestellt. Die junge Ratte hatte sich darin verfangen.
Ratten sind schlaue Tiere und wenn sie in Bedrängnis geraten, opfert sich ein Tier um die Familie zu retten. Sicher war dieses Tier noch zu jung, um das Ausmaß zu überblicken, in das sie sich manövriert hatte. Und so harrte sie, angstvoll in die Ecke ihrer Falle gedrückt, der Dinge, mitten am Küchentisch.
Der Mann deutete mir, ich solle ihm folgen, hinaus in die Garage, wo er ihr ein Ende bereiten würde. Ich wäre ihm lieber nicht gefolgt. Ein Kübel voller Wasser. Die Falle hatte gerade Platz darin, und als er sie unterbittlich hineinstellt, und der Ratte das Wasser über dem Kopf zusammenschwabbte, drehte ich mich weg und schaute in den Garten des Nachbarn hinunter auf den See, ohne irgendetwas zu erkennen. Ich meinte ihre Schreie zu hören, die Unausweichlichkeit ihres Schicksals, das unerbittliche Grinsen des Freundes. Vielleicht gibt es einen Rattenhimmel. Sie war Opfer und ihre Unterdrückung war buchstäblich.
Hatte sie bis zum Schluss gekämpft - oder das unausweichliche Ende ruhig akzeptiert?
Nachdenkliche - 14. Jul, 16:46
